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Bei der im Jahre 1216 erstmals
urkundlich erwähnten Dorf kirche
in Liepe handelt es sich um das
älteste Gotteshaus auf der Insel
Usedom. Doch ist das ursprüngliche
Gebäude nicht mehr
er halten. Der heutige turmlose Backsteinbau stammt aus dem
15. Jahrhundert. Das im Grundriss rechteckige Gebäude ohne Chor
besitzt Außenwände aus Feldsteinen und Mauerziegeln, ein Krüppelwalmdach,
einen freistehenden Glockenstuhl sowie einen Vorbau
als Windfang auf der Westseite. Den Innenraum zieren Wandmalereien
aus dem 15./16. Jahrhundert, die die durch gehend
sakrale Nutzung des Gebäudes belegen. Bis in die heutige Zeit
integriert sich die Dorfkirche in Liepe durch ihre unkonventionelle
Gliederung und ihre zurückgenommene Baukonstruktion harmonisch
in ihre ländliche Umgebung am Lieper Winkel. |
Die Dorfkirche in Morgenitz wirkt
in ihrer Außenansicht insbesondere
durch ihr hohes Satteldach.
Der Baubeginn des Gotteshauses
fällt aller Wahrscheinlichkeit
nach in die erste Hälfte des
15. Jahrhunderts, kurz nach der Einrichtung einer selbständigen
Pfarrei in der Ortschaft. Darauf weist zumindest die aus dieser
Zeit stammende Gruft unter dem Chorbereich hin, die noch bis
zum Ende des 17. Jahrhunderts genutzt wurde. Leider wurde die
mittelalterliche Einrichtung der Morgenitzer Dorfkirche beim Einsturz
des Ostgiebels im Jahre 1764 nahezu vollständig zerstört.
Doch gilt der spätgotische Westgiebel des turmlosen Backsteinbaus
bis heute als wichtiges Beispiel mittelalterlicher Baukunst
auf der Insel Usedom. Auch bestätigen zahlreiche Funde aus
früh slawischer Zeit den historischen Wert der Morgenitzer
Dorfkirche. |
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